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Haltbarkeit von Honig - wie lange ist Honig haltbar?

Bedingt durch die im Lebensmittelrecht definierten Vorgaben, muss das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Honig Etikett abgedruckt sein. In der Honigverordnung ist spezifiert, dass der Honig bis zu diesem Datum (bei korrekter Lagerung) seine spezifischen Eigenschaften behalten sollte.

 

So garantiert der Imker, dass der Honig auch solange genießbar ist. Eine Loskennzeichnung ist nicht erforderlich, wobei die Angabe von Monat und Jahr ausreicht, zum Beispiel: Dezember 2024.

 

Kann Honig schlecht werden? Und wie sieht man, dass er nicht mehr genießbar ist?

 

Golden und süß: Honig ist von unserem Frühstückstisch nicht wegzudenken, verfeinert Kuchen und Gebäck und soll in Milch aufgelöst beim Einschlafen helfen. Bestimmt haben Sie auch immer mal wieder Lust auf Honig.

 

Manchmal steht er aber nach dem Öffnen einfach längere Zeit herum und wenn man ihn das nächste Mal essen will, ist man sich nicht ganz sicher, ob das wirklich eine gute Idee ist - auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Kann Honig ablaufen?

 

Die Mindesthaltbarkeit von Honig wird in Deutschland mit zwei Jahren nach dem Abfülldatum angegeben. Wenn Honig optimal gelagert und erst später geöffnet wird, ist er jedoch in der Regel deutlich länger, nämlich einige Jahre, haltbar.

 

Doch nun zur schlechten Nachricht: Entgegen vieler Gerüchte kann Honig durchaus schlecht werden.

 

Honig haltbar, aber wie lange?

 

Also: wie lange ist Honig haltbar? Lange, aber sogar sehr lange. Bei richtiger Lagerung, ist er lange haltbar. Man fand sogar in alten ägyptischen Pyramiden Honig, welcher schätzungsweise über 3.000 Jahre alt war. Haltbarkeit Honig 3000 Jahre?

 

Eher nein, denn dieser goldene Nektar war noch biologisch OK und unverdorben; allerdings nicht mehr genießbar. Wird Honig schlecht? Honig wird zwar nicht schlecht – anders als Wein – verliert aber sein Aroma. Dies dauert aber mehrere Jahre – guter Honig ist bis dahin meist aufgegessen.

Warum wird Honig nicht schlecht?

 

Der Zucker bindet das im Honig enthaltene Wasser. Deshalb können sich keine Mikroorganismen entwickeln. Säuren und Enzyme verhindern, dass sich Bakterien und Pilze entwickeln können. Daher schimmelt Honig nicht.

 

Trotzdem kann Honig gären, wenn er zu nass geerntet oder nicht luftdicht gelagert wurde. Eine Gärung erkennt man an Blasenbildung. Auch geschmacklich ändert sich der Honig: Er wird fruchtiger und schmeckt nach Alkohol, vergleichbar mit einer überreifen Banane.

 

In manchen Ländern gilt dies als Delikatesse. In Deutschland darf gärender Honig nicht als Honig verkauft werden. Er kann noch zum Backen oder für die Met-Herstellung verwendet werden. Backhonig hat mit etwa 2,00 EUR pro Kilogramm aber nur einen eher geringen Verkaufspreis.

 

Wie lagere ich Honig richtig?

 

Kühl, damit er sich nicht entmischt. Ideal ist eine Temperatur von vier Grad – der Honig ist dann aber hart und nicht streichfähig. Imker raten Honig im kühlen Keller zu lagern. Bei unter 15° C Grad verändert sich der Honig praktisch nicht.

 

Honig-Liebhaber, die ihren Honig schnell verbrauchen, können ihn auch bei Zimmertemperatur lagern. Wird der Honig jedoch länger über 18 Grad gelagert, kann er sich entmischen: Unten bildet sich dann eine feste Masse aus Zuckerkristallen, oben eine flüssige, dunkle Schicht.

 

Diese enthält Wasser, Fruktose und andere Bestandteile. Aufgrund des höheren Wassergehalt beginnt dieses Gemisch schneller zu gären. Honig kristallisiert im Kühlschrank, jedoch ist dieses nicht der falsche Ort zur Aufbewahrung; sicher besser als an warmen Orten!

 

Dunkel, weil Licht die Enzyme im Honig zerstört. Bei zu heller Lagerung verliert der Honig unter anderem seine desinfizierende Wirkung. Auch die Vitamine leiden unter Lichteinfall.

 

Trocken, da Honig Wasser anzieht und er so gären kann. verschließen Sie am besten das Glas immer luftdicht. Außerdem kann Honig über Feuchtigkeit Fremdgerüche annehmen.

 

Wärme wirkt sich neben Feuchtigkeit schlecht auf Qualität und Haltbarkeit aus. Laut Imkern leidet das Aroma des Honigs bei einer Erwärmung von über 35° C Grad. Weiterhin verlieren enthaltene Vitamine, Enzyme und Kohlenhydrate ab 40° C Grad ihre Wirkung.

 

Je höher die Temperaturen, desto leichter fängt Honig außerdem an, sich zu entmischen. Dies beeinflusst die Qualität zwar nicht unbedingt negativ, aber entmischter Honig fängt leichter an zu gären, weil der Wassergehalt des flüssigen Anteils recht hoch ist.

 

Im Kühlschrank ist Honig generell auch nicht richtig aufgehoben: Hier kann er kristallisieren.

 

Luftdicht verschlossen werden sollte Ihr Honig-Behälter immer! Ungeöffnete Gläser enthalten dann in der Regel auch nach Jahren noch ein problemlos genießbares Produkt. Wurde das Glas bereits geöffnet, sollten Sie Honig innerhalb eines Jahres verzehren.

 

Dabei sollten Sie jedoch zusätzlich Augen und Nase offenhalten, ob Ihr Honig wirklich noch gut oder nicht bereits schlecht ist. Man erkennt dieses an Geruch und Aussehen: Riecht er ungewöhnlich und hat kleine Bläschen auf der Oberfläche, sollten Sie ihn besser entsorgen.

 

Außderdem zieht offen stehender Honig Feuchtigkeit aus der Luft; Haltbarkeit Honig sicher eher beeinträchtigt. Die enthaltenen Hefezellen brauchen Zucker und Wasser, um Gärungsprozesse in Gang zu setzen.

 

Dies passiert also, sobald der Honig genügend Feuchtigkeit aufgenommen hat. Fängt der Honig gerade erst an zu gären, soll er noch nicht sauer, sondern eher fruchtig schmecken. Dass das Lebensmittel vergoren ist, erkennen Sie außerdem an der Bildung von Bläschen und Schaum an der Oberfläche oder daran, dass bei verschlossenem Glas der Deckel nach außen gewölbt ist.

Lebensmittel die lange haltbar sind, gibt es sicher viele im Supermarkt, aber Honig ist bei korrekter Lagerung ein fast unverderbliches Lebensmittel.

by Martin Wex

 

letzte Aktualisierung: 14-11-2020

Was ist entmischter Honig?

 

Wenn Honig sich trennt, entmischen sich die Zuckerarten im Honig. Die untere Schicht besteht aus den Glukosekristallen (Traubenzucker), die obere hauptsächlich aus Fruktose (Fruchtzucker) und Wasser. Wenn Glukose kristallisiert, sinken die Kristalle ab. Da Fruktose, Wasser und die restlichen Bestandteile leichter sind, steigen diese auf.

 

Imker sprechen von Phasentrennung oder Entmischung. Wie dick die Schichten sind oder werden, hängt von der Zusammensetzung des Honigs ab. Da die obere Schicht Wasser enthält, ist sie anfällig für Mikroorganismen und kann schnell zu gären beginnen.

 

Was tun mit entmischtem oder vergorenem Honig?

 

Wer im Haushalt ein Glas entmischten Honig entdeckt, kann ihn trotzdem noch essen. Je nach Geschmack kann man die flüssige Schicht abgießen oder mit der unteren verrühren. Auch wenn er oben zu gären beginnt, sollte er noch genießbar sein. Manchen Menschen schmeckt angegorener Honig sogar besser.

 

Wer das fruchtige Aroma nicht mag, kann den Honig noch zum Backen verwenden oder Tee damit süßen. In manchen Ländern gilt vergorener Honig sogar als Spezialität. Das ist vor allem in südlichen Regionen so, wo ganzjährig hohe Temperaturen herrschen. Bei uns dürfen Imker gegorenen Honig jedoch nicht verkaufen. Er eignet sich noch zum Backen, Kochen oder um Met oder Likör anzusetzen.

 

Fluffiger Schaum? Der Honig gärt.

 

Weil sich das Wasser zusammen mit der flüssigen Fruktose nach der Entmischung oben befindet, ist der Wassergehalt in dieser Schicht besonders hoch. Deshalb kann der Honig nun gären, besonders bei hohen Temperaturen. Es bildet sich sehr grober Schaum, der nach Alkohol riecht.

 

Der Schaum wirft größere Luftblasen und kann bei einer starken Gärung aus dem Glas quellen. Der Honig schmeckt nun sehr fruchtig nach überreifem Obst, teilweise auch nach Schnapspralinen.

 

Nicht zu verwechseln: Wenn der Honig im Glas lediglich eine dünne weiße Schicht bildet, die wie Zuckerschaum aussieht, ist dies meist nur Luft. Dies sieht zwar nicht so schön aus, mindert aber keineswegs die Qualität des Honigs. Gärt der Honig, erkennt man dies an mehreren Schichten.

 

Das Institut für Bienenkunde in Celle hat ebenfalls ein Merkblatt zum Thema erstellt.

 

Wie wir hier lernen, kann Honig nicht schimmeln, jedoch ungeniessbar werden. Von daher empfehlen wir den Honig einfach nur gut zu lagern und zirka ein Jahr nach dem Öffnen zu verzehren. Die genauen Erklärungen hierzu finden Sie oben im Text.

Die Honig Haltbarkeit ist auf dem Etikett abgedruckt, aber kann Honig schlecht werden? Wie lange ist Honig haltbar?

 

Das MHD, oder Mindesthaltbarkeitsdatum, manchmal auch als BB (= best before) abgedruckt, darf vom Imker selbst determiniert werden! Dieses beträgt generell zwei Jahre ab Abfülldatum, sehr häufig werden auch vier oder mehr Jahre angegeben.

Ist Honig ein Produkt mit einem kurzen oder langen Verfallsdatum?

Lebensmittel die lange haltbar sind, gibt es sicher viele im Supermarkt, aber Honig ist bei korrekter Lagerung ein fast unverderbliches Lebensmittel.

Ein vorbildlich etikettierter Honig mit Angaben des Herstellers, GTIN Code, BB Code, Losnummer und erklärendem Text. Bei diesem Manuka Honig MGO500 wird sogar das Datum der Abfüllung ausgelobt.

Ein vorbildlich etikettierter Honig mit Angaben des Herstellers, GTIN Code, BB Code, Losnummer und erklärendem Text. Bei diesem Manuka Honig MGO500 wird sogar das Datum der Abfüllung ausgelobt.

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Dieser Honig hat sich entmischt: Unten setzt sich die Glukose-Schicht ab, die Fruktose-Wasser-Mischung befindet sich darüber.

Dieser Honig hat sich entmischt: Unten setzt sich die Glukose-Schicht ab, die Fruktose-Wasser-Mischung befindet sich darüber.

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